Autor Thema: WLAN-Router an Modem hängen  (Gelesen 8513 mal)

Offline der_nic

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WLAN-Router an Modem hängen
« am: 13. Juli 2009, 22:24:10 »
Wir haben hier ein Kabelmodem (Zyxel Prestige 900) welches über Kabel bei Intergga "Internet bezieht". An dieses Modem können sich über Ethernetkabel bis zu 5 Computer hängen und ins Internet gehen, was auch ohne Probleme funktioniert.
Nun möchte ich gerne an eines dieser Kabel ein WLAN-Router (Zyxel NBG-417N) hängen, da das Kabelmodem diese Funktion nicht bietet.
Dies scheint zuerst auch zu funktionieren: Der WLAN-Router bekommt eine WAN IP und die Kontrollleuchte für "Internet" leuchtet auch auf ohne Probleme. Nur kommt man nicht über den Router bzw über den Router und dann über das Modem ins Internet. Weder per Ethernetkabel an den Router oder eben über WLAN....
Man kommt nur ins Webinterface des WLAN-Routers, aber sämtliche Seite wie google zb funktionieren nicht....

Muss ich hier etwas speziell einstellen? Gibt es bei dem Internet auch so etwas wie in Deutschland mit "PPPoE over Ethernet"?

Meine bisherige (erfolgslose) Konfiguration des Routers:

ISP-Parameter für den Internetzugang: Ethernet
Zuweisen der WAN IP-Adresse: Automatisch vom Internetdienstanbieter laden
WAN MAC-Adresse:  Standardeinstellungen

Offline Kakadu

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Re: WLAN-Router an Modem hängen
« Antwort #1 am: 18. Juli 2009, 14:32:33 »
Könnte ein IP-Konflikt sein. Wenn beide DHCP haben, dürfen die sich natürlich nicht in die Quere kommen - und ob der Kabelmodemrouter einem Rechner durch den WLAN-Router eine IP per DHCP durchreichen kann, ist nochmal eine andere Frage. Möglicherweise ist auch der IP-Nummernbereich nicht übereinstimmend, d.h. lokal hat der Kabelmodemrouter z.B., 192.168.0.1 und der WLAN-Router 192.168.1.1 - dann sehen die einander nicht - die müssen bei einer Subnetzmaske von 255.255.255.0 an dritter Stelle dieselbe Adresse haben. Was dann natürlich nicht auftreten darf, wäre, dass beide Router dieselbe Adresse haben. Der WLAN-router sollte am besten seine eigene IP-Adresse per DHCP vom Kabelmodemrouter beziehen - und aber selbst auch noch DHCP anbieten. Oder aber der WLAN-Router bekommt eine fixe IP, die aber dann beim DHCP-Nummernbereich vom Kabelmodemrouter nicht vergeben werden darf.

Beispiel:

KMR: kriegt LAN-IP 192.168.1.1 und stellt DHCP im Bereich von 192.168.1.100 bis 192.168.1.199 zur verfügung. Der WLAN-Router bezieht entweder seine eigene IP als DHCP-IP vom KMR - oder besser bekommt die fixe IP 192.168.1.10 (oder was auch immer, aber ausserhalb desjenigen Bereichs, der vom KMR angeboten wird). Auf dem WLAN-Router müsste möglicherweise nun auch DHCP laufen, die vom KMR vergebenen IP-Nummern können natürlich nicht doppelt belegt werden. Also darf der WLAN-Router nur den IP-Nummern-Bereich z.B. von 192.168.1.40 bis 192.168.1.80 (oder was auch immer) per DHCP freigeben.

Allenfalls könnte auch dem KMR der Bereich 192.168.1.x und dem WLAN-Router der Bereich 192.168.2.x zugewiesen werden - wenn dann das Zeugs wirklich durch den WLAN-Router durchgeht.

Eine andere Möglichkeit wäre eventuell, den WLAN-Router per Crossoverkabel als Client am KMR anzuhängen.
« Letzte Änderung: 18. Juli 2009, 14:34:25 von Kakadu »

Offline Kakadu

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Re: WLAN-Router an Modem hängen
« Antwort #2 am: 19. Juli 2009, 10:39:51 »
Hui, mir geht grad durch den Kopf, dass das viel profaner sein könnte und die einzig notwendige Abhilfe ein Crossoverkabel sein könnte - weder Kabelmodem(router) noch WLAN-Router erwarten natürlich einen weiteren Router an einem Ethernetanschluss, sondern ein "Endgerät". Aber IP-Adresskonflikte (mehrere parallele DHCP-Server etc.) dürfen natürlich auch nicht sein ...